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reinhard Offline

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Beiträge: 107

02.02.2009 13:37
Buddy Holly antworten

Buddy Holly starb vor 50 Jahren

New York (dpa) - Für das Rock-Magazin «Rolling Stone» ist Buddy Holly schlicht «unsterblich». In der Tat hat sich der amerikanische Gitarrist, Sänger und Songwriter mit Titeln wie «Rave On», «Peggy Sue», «That'll Be The Day» und «Oh Boy!» in den Rock'n'Roll-Annalen verewigt.

Von ihm stammt das inzwischen übliche Format einer Rock-Band: Zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug. Im Studio war er einer der Ersten, der sich Aufnahmetechniken wie das Double-Tracking zunutze machte. Dabei hatte Holly gerade zwei Jahre, um Meilensteine in der Musik zu setzen. Er starb im Alter von 22 Jahren bei einem Flugzeugabsturz. Sein Todestag jährt sich am 3. Februar zum 50. Mal.

Die «Rock and Roll Hall of Fame», Walhalla der Rockmusiker und Museum in Cleveland, nahm Buddy Holly posthum als einen der ersten Ehrengäste auf. In ihrer Würdigung für den Texaner heißt es: «Obwohl er nicht die Erotik von Elvis Presley ausstrahlte, gab er mit seiner großen Hornbrille und der Hiccup-Stimme doch eine mitreißende, charismatische Figur ab». Buddy Hollys Musik inspirierte Bob Dylan, die Beatles und viele seiner Zeitgenossen, die Hollies bekannten sich offen als Hollys Bewunderer und lehnten ihren Namen an seinen an. Den Rolling Stones glückte mit Hollys Song «Not Fade Away» der erste große Hit im eigenen Land.

Kein Wunder also, dass die Ehrenbezeugungen für den viel zu früh Gestorbenen nicht abrissen. Die US-Post gab eine Briefmarke mit seinem Porträt heraus. Hollywood brachte die «Buddy Holly Story» in die Kinos. In London und am New Yorker Broadway spielte das Musical «Buddy: The Buddy Holly Story». Paul McCartney erwarb die Rechte für den kompletten Katalog von Hollys Songs und gründete zum 40. Geburtstag seines Idols die «Buddy Holly Week» als jährliches Ereignis. MCA stellte ein Album vor, «Not Fade Away: Remembering Buddy Holly», mit Beiträgen von Hollys letzter Band, den Crickets, sowie Waylon Jennings, Los Lobos und den Hollies. Vor zehn Jahren richtete Hollys Heimatstadt Lubbock (Texas) ein Museum zu Ehren ihres berühmten Sohnes ein.

Der Musiker mit der leicht kieksenden Stimme war am 7. September 1936 in Lubbock zur Welt gekommen und hatte schon in ganz jungen Jahren Gitarre, Klavier und Fiedel spielen gelernt. Nach Abschluss der High School gründet er eine Country Band, die regelmäßig im örtlichen Radiosender zu hören ist und die Konzerte bekannter Interpreten in Lubbock einleitet, unter ihnen auch Elvis. Am 25. Februar 1957 zeichnet Holly mit seiner Band, jetzt die Crickets genannt, «That'll Be The Day» auf. Die Single schafft es bis an die Spitze der Pop-Hitliste und auf Platz 2 der R&B-Charts. Von August 1957 bis August 1958 gelingen Holly und den Crickets sieben weitere Top-40-Hits.

Zwei Monate später, im Oktober 1958, trennt sich Holly von der Band, zieht ins New Yorker Künstlerviertel Greenwich Village und heiratet Maria Elena Santiago, der er gleich beim ersten Date einen Antrag gemacht hatte. Widerwillig, aber weil knapp bei Kasse, schließt er sich einer Tournee durch den Mittleren Westen an, der sogenannten Winter Dance Party. Nach einem Auftritt in Clear Lake (Iowa) heuert Holly zusammen mit zwei Kollegen, Ritchie Valens und Big Bopper, einen Piloten an, um der langen Busfahrt nach Moorhead (Minnesota) zu entgehen. Am 3. Februar 1959, kurz nach Mitternacht, stürzt das gecharterte Flugzeug in einem Feld ab. Niemand an Bord überlebt. Am 9. März wird die letzte Aufnahme des Rock'n'Roll- Pioniers und Wegbereiters der Pop-Musik veröffentlicht: «It Doesn't Matter Anymore».

Angefügte Bilder:
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