Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 1.103 mal aufgerufen
 Auftritte & Tournee
reinhard Offline

Mitglied

Beiträge: 107

13.09.2009 19:17
Heart of Gold ist wieder auf Tour antworten

Hard-Rock und Schmusehymnen im Steinsaal

Trio „Heart of Gold“ zeigte eine unglaubliche Power und Spielfreude / Starke Stimmen brachten alte Hits zum Strahlen

Hard-Rock und Schmusehymnen im Steinsaal Trio „Heart of Gold“ zeigte eine unglaubliche Power und Spielfreude / Starke Stimmen brachten alte Hits zum Strahlen Jever/na – „Those were the Days“ ist das programmatische Motto des Oldenburger Trios „Heart of Gold“, und dieser 68er-Hit von Mary Hopkins gab schon am Freitag im Schloss zu Jever die Richtung eines umjubelten Konzertes vor: eine Zeitreise durch die schönsten Jahre der Popmusik in den 60er und 70er Jahre.
Überboten wurde dieser Abend aber noch einmal von dem geradezu sensationell guten Konzert am Sonnabend, für das die drei Barden gleich mehrfach stehenden Applaus ernteten. Nachdem Claudia und Heinz Fröhling sowie Jürgen Fastje schon vor einem Jahr hier begeisterten und den Audienzsaal in bedenkliche Schwingungen versetzten, war man diesmal in den unerschütterlichen Steinsaal gewechselt.
Und die beiden vom Jeverschen Wochenblatt zugunsten des Freundeskreises Schlossmuseum gesponsorten Auftritte waren im Nu ausverkauft gewesen – Mitleid gebührt allen, die keine Karten mehr bekommen haben für diesen hinreißenden Reigen. Der natürlich mit einem Song der Beatles eröffnet wurde, die der Anfang der Popmusik waren, wie die vor Spielfreude sprühende Sängerin verkündete. Ihr 63er-Hit „From me to you“ kam dann in wunderbar originalgetreuen Harmonien, und ähnlich echt klang auch der Dylan-Song „Mr. Tambourine Man“ in der Byrds-Version, zu der Jürgen Fastje die Zwölf-Stringgitarre scheppern ließ. Er zeigte seine besonderen Gesangsqualitäten beim Ani-mals-Hit „House of the Rising Sun“, und beide Herren intonierten mit noch mehr Inbrunst als seinerzeit Ende 1965 Simon & Garfunkel den Gänsehaut-Song „Sounds of Silence“. Und immer wieder verblüfften die Drei, mit wieviel Power man die alten Hits mit nur zwei nicht-elektrisierten Country-Gitarren und starken Stimmen zum Strahlen bringen kann. Da klatschte das Publikum einmal mehr sofort mit beim gewaltigen „Locomotive Breath“ von Jethro Tull oder dem dynamischen „Happy Together“ von den Turtles. Und dann bewies Claudia Fröhling, wie schön der Stones-Song „Angie“ klingen kann, wenn ihn nicht Mick Jagger wie ein liebeskranker Kater verhunzt. Natürlich durfte auch der Neil Young-Song nicht feh-len, nach dem sich die langjährig erfahrenen Musiker vor drei Jahren für dieses Bandprojekt benannten: „Heart of Gold“. Aber sie sind auch experimentierfreudig, wenn sie zum Beispiel beweisen, ob man echten Hard-Rock quasi unplugged, also ohne elektrische Verstärkermätzchen, zum Leuchten bringen kann: Ja, man kann, wenn man so gut und kreativ ist wie diese drei. Nach dem treibenden „Radar Love“ der Golden Earrings faszinierten sie das Publikum noch mehr mit etwas Unmöglichem – dem Wahnsinnsfetzer „Easy Living“ von Uriah Heep im Terzettgesang. Bis dann der ganze Saal bei deren sanfter Schmusehymne „Lady in Black“ mitsang. Doch Powerfrau Claudia Fröhling krönte die sagenhafte Präsenz der Band schließlich noch mit der härtesten aller Liebeshymnen, „Whole lotta Love“ von den Hard-Rock-Giganten Led Zeppelin, die sie mit unglaublicher Energie röhrte. So viel Power konnte dann nur etwas Flowerpower besänftigen, die Heinz Fröhling anschließend mit der 67er-Hymne „San Francisco“ besang. Als die charmante Sängerin dann mit dem mittlerweile 31. Stück des Abends ihre persönliche Nummer 1 „Me and my Bobby McGee“ mit viel Hingabe als Schluss-nummer anstimmte, stand das applaudierende Publikum auf und legte ein klares Veto ein. Und wurde mit drei weiteren Songs, darunter einem ganze Beatles-Medley, weiterhin verwöhnt.
Bis das Trio noch einmal „Those were the Days“ anstimmte, und alle blieben dazu stehen und klatschten und sangen mit. Fazit: Das war fast so etwas wie ein Mini-Woodstock und alles mit zwei Akustik-Gitarren, etwas Percussion und drei Sängern, die vor Spielfreude nur so sprühten.

Quelle: Jeversches Wochenblatt, Rubrik: Aktuell,

Angefügte Bilder:
thumbnail.aspx.jpeg  
 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de