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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Dies und Das
reinhard Offline

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Beiträge: 107

02.02.2009 07:37
Eurovision Song Contests antworten

Russland plant bombastische Grand-Prix-Show
Moskau (dpa) - Russland verspricht der Grand-Prix-Fangemeinde den «bombastischsten» Eurovision Song Contest (ESC) der Geschichte.

«Wir werden der Welt eine Show zeigen, wie es sie in der Geschichte des Grand Prix noch nie gab», sagte der Generaldirektor des Fernsehens Erster Kanal, Konstantin Ernst, in Moskau. Die Teilnehmerzahl sei mit 43 Ländern so hoch wie im Vorjahr, sagte ESC-Cheforganisator Svante Stockselius. Die Stadt Moskau wies darauf hin, dass Fans aus dem westlichen Ausland ein Visum zur Einreise nach Russland benötigen. Das Finale geht am 16. Mai in der Moskauer Olympia-Halle über die Bühne.

Der Vorverkauf der Eintrittskarten soll nach Angaben der Organisatoren Ende Februar beginnen. Wer zu dem Wettbewerb nach Moskau reisen wolle, erhalte mit einem Buchungsbeleg im jeweiligen russischen Konsulat im Ausland vereinfacht ein Touristenvisum, versprach ein Sprecher der Stadt. Die Tickets werden zwischen 1000 und 30 000 Rubel - also etwa zwischen 20 und 660 Euro - kosten, wie der Produzent des Ersten Kanals, Juri Aksjuta, sagte. In der zweiten Februarhälfte würden die Details zum Kartenverkauf bekanntgegeben.

Die Organisatoren losten am Freitag in Moskau die je 19 Teilnehmer der beiden Vorentscheide am 12. und am 14. Mai aus. Auch zu diesen Shows sowie für die Generalproben würden Karten verkauft, sagte Aksjuta. Geplant sei zudem ein «Eurovision Special», bei dem Teilnehmer vergangener Jahre wie Dana International (Israel) und Ruslana (Ukraine) auftreten werden.

Russland hatte im vergangenen Jahr mit dem Lied «Believe» von Dima Bilan erstmals die Ausrichtung des Grand Prix gewonnen. Beim ESC-Finale treten 25 Teilnehmer an. Für Frankreich nimmt Patricia Kaas an dem Wettbewerb teil, wie Stockselius mitteilte. In Deutschland wählt in diesem Jahr eine Jury einen aussichtsreichen Kandidaten. Für Tschechien sollen laut der Prager Zeitung «Blesk» die Altstars Karel Gott oder Helena Vondrackova in Moskau singen


Jetzt beginnt die Auswahl: Wer vertritt Deutschland?
So langsam wird es ernst: Die Bewerbungsfrist für den Eurovision Song Contest ist am 22. Januar abgelaufen. Jetzt macht sich die fünfköpfige Jury an die Arbeit und wählt einen Interpreten aus, der Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Moskau vertreten wird.


"Wir haben eine große Zahl interessanter Bewerbungen bekommen. Jetzt geht die Arbeit los: Die Jury hat jetzt viel anzusehen und vor allem viel anzuhören. Voraussichtlich in der ersten Februarhälfte werden wir ein Ergebnis präsentieren können", erkärte der Leiter der NDR Unterhaltungsdirektion, Ralf Quibeldey. Sowie das Ergebnis feststeht, wird sich Quibeldey auch den Fragen der ESC-Fans hier auf eurovision.de in einem Chat stellen. Das genaue Datum und die Uhrzeit steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben.

Das Gleiche gilt für die offizielle Vorstellung des Songs: Auf eurovision.de erfahren die Fans als Erste, wann der nominierte Kandidat seinen Titel für Moskau in einem entsprechenden Rahmen im Ersten vorstellen wird. Wer schnell und zuverlässig informiert sein will, kann rechts in der Box unseren Newsletter abonnieren.

Keine Standardlösung
Bei der Auswahl eines Grand Prix Songs hat sich der NDR in diesem Jahr für eine interne Auswahl entschieden. "Wir nehmen uns ganz bewusst eine Auszeit vom bislang üblichen Verfahren", so Thomas Schreiber, der als Leiter des NDR Programmbereichs Fiktions und Unterhaltung für den ESC zuständig ist. Die Nominierung eines Kandidaten solle aber keinesfalls Standard werden, nur in diesem Jahr habe sich der NDR für diesen Weg entschieden.

Na denne schauen wir mal, einen Vorteil haben ja die deutsche Interpreten, schlimmer wie beim letzten mal kanns nicht kommen die No Angels übernahmen die rote Laterne.

reinhard Offline

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Beiträge: 107

10.02.2009 07:07
#2 RE: Eurovision Song Contests antworten

Die Fortsetzung

Alex swings Oscar sings startet beim Grand Prix

Hamburg (dpa) - Deutschland wandelt beim Eurovision Song Contest (ESC) in diesem Jahr auf den Spuren von Roger Cicero: Das Duo Alex swings Oscar sings tritt mit einem Swingdance-Titel an.

Die vom Hamburger Musikproduzenten Alex Christensen («Du hast den schönsten Arsch der Welt») ins Leben gerufene Gruppe will mit dem Titel «Miss Kiss Kiss Bang» - ein Mix aus Swing, Pop und Dance - die Grand-Prix-Ehre am 16. Mai im internationalen Finale in Moskau retten und die Blamage von Belgrad im vergangenen Jahr vergessen machen. «Das ist eine extrem eingängige Melodie, die sehr international ist», hofft Christensen auf möglichst oft zwölf Punkte. Die deutsche Pop-Band No Angels war 2008 mit 14 Punkten auf dem letzten Platz gelandet.

Grand-Prix-Macher und Band, die den Titel bei der Präsentation am Montag in Hamburg nur vom Band spielten, kündigten ein «dreiminütiges Gute-Laune-Feuerwerk» an - «ein musikalischer Big Bang für den ESC». «Diese Mischung mit Showacts wie Steppen sind Eyecatcher», meinte Christensen. «Swing ist der Inbegriff von lässigem Lifestyle und lustvoller Lebensfreude.» Sein Partner Oscar Loya, der in Kalifornien in Musicals wie «West Side Story» aufgetreten ist und inzwischen in München lebt (und Schweinebraten liebt), ist professioneller Sänger und Stepptänzer. Der 29-Jährige, der schon bei der Pressekonferenz im weißen Anzug auffiel, verspricht «Glamour, Entertainment und puren Spaß». Sein Lebensmotto: Er versucht einfach nur, ein «Good Guy» zu sein.

Christensen hatte seinen musikalischen Durchbruch 1991 mit dem Projekt U 96 geschafft, die erste Techno-Single «Das Boot» landete an der Chartspitze. An rund 110 Millionen verkauften Tonträgern weltweit war der Produzent beteiligt. Der 41-Jährige bekannte, dass er das Projekt «mit oder ohne Grand Prix gemacht hätte, weil ich so daran glaube». Er selbst sei schon lange ein Fan des Wettbewerbs und habe «größten Respekt» davor. Während Christensen auf der Bühne am Klavier stehen wird, singt, tanzt und steppt sein Partner. «Er wird sich in Moskau nicht verschrecken lassen, wenn er vor Tausenden Menschen auftritt», meinte Christensen. Auch die noch geheim gehaltene «Miss Kiss» werde im Finale zu sehen sein. Oscars hoffnungsfroher Tipp für das Abschneiden: Platz 1.

Den Kandidaten für das diesjährige ESC-Finale kürte eine Jury. In den vergangen Jahren hatte das Publikum des ARD-Vorentscheids darüber abgestimmt, wer auf der ESC-Bühne singen soll. Die Grand-Prix-Macher wollten nach dem Debakel in Serbien jedoch auf Nummer sicher gehen und entschieden sich für die Direktnominierung. «Belgrad war ein so einschneidendes Erlebnis», meinte der ARD Koordinator Unterhaltung, Thomas Schreiber. Und Manfred Witt, Leiter der deutschen Delegation in Moskau, betonte noch einmal: «Ein falsch gesungener Ton und man ist am Ende an dem Wettbewerb gescheitert.»

Rund 100 Bewerbungen gingen beim NDR ein. Der Jury gehörten fünf Mitglieder an, darunter der Schlagerbarde und ehemalige Grand-Prix-Teilnehmer Guildo Horn. Nach zwei anonymisierten Durchläufen hatten sich die Juroren «eindeutig und einstimmig» auf den Titel festgelegt. Dass sich die Jury die eingereichten Songs anonym anhörte, geschah nach Angaben des zuständigen Norddeutschen Rundfunks (NDR) auf Wunsch von Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel. «Dass er dann am Tag der Jurysitzung der "Bunte" gesagt hat, dass er nicht nur zwei Titel, sondern drei eingereicht hat, konnte niemand ahnen», kommentierte Schreiber. Das Erste zeigt das ESC-Finale im Mai und wird den deutschen Beitrag auch zuvor in einer Sendung präsentieren. Bei der «Echo»-Verleihung in Berlin am 21. Februar werde er ebenfalls zu hören sein.

Dass sich die Grand-Prix-Juroren Erfolg von Alex swings Oscar sings verspricht, liegt auch in Roger Ciceros Teilnahme in Helsinki (19. Platz) begründet. «Als Roger angetreten ist, gab es von allen positive Resonanzen und alle waren entsetzt, wie wenig die Qualität beim Publikum angekommen ist», sagte Witt. «Es liegen Erfahrungen vor, dass die Jurys die Qualität anders bewerten als das Publikum.» In diesem Jahr stimmen alle ESC-Teilnehmerländer zu 50 Prozent mit einer Jury und zu 50 Prozent per Zuschauervoting ab. Schreiber betonte: «Der Titel ist ein sehr hoffnungsfrohes, fröhliches Lied. Die Jurymitglieder hatten alle ein leichtes Lächeln auf den Lippen.»

Insgesamt treten beim 54. ESC in Moskau 43 Länder zum größten Musikwettbewerb der Welt an. Rund 100 Millionen Fernsehzuschauer werden erwartet. Deutschland konnte bislang nur einen Sieg verbuchen: 1982 gewann Nicole mit «Ein bisschen Frieden».

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reinhard Offline

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05.05.2009 07:13
#3 RE: Eurovision Song Contests antworten

Die Fortsetzung

Grand Prix ohne Peter Urban
Hamburg (dpa) - Eurovision Song Contest ohne «Mr. Grand Prix»: Peter Urban, seit 1997 die deutsche Stimme bei der Übertragung des weltweit größten Musikwettbewerbs, wird in diesem Jahr seinen Kommentatorenposten an den Kollegen Tim Frühling übergeben.

Urban könne wegen einer «unaufschiebbaren Hüft-Operation» nicht nach Moskau fahren, teilte der federführende Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit. «Es bricht mir das Herz, dass ich dieses Jahr nicht dabei sein kann, aber es ließ sich nicht ändern», wurde der 61-Jährige zitiert. Dafür erfüllt sich für hr3-Moderator Frühling (33) «ein Jugendtraum»: «Seit ich sieben bin, habe ich kaum einen Eurovision Song Contest verpasst - damals hat Nicole für Deutschland gewonnen.»

Das Duo Alex swings Oscar sings vertritt Deutschland im ESC-Finale am 16. Mai in der russischen Hauptstadt mit dem Titel «Miss Kiss Kiss Bang» - begleitet von einem Auftritt der Burlesque-Tänzerin Dita von Teese.

Die Absage des beliebten wie auch kritisierten Kommentators reiht sich ein in eine Vielzahl von Änderungen, auf die sich Grand-Prix-Fans diesmal einstellen musste. Nach dem letzten Platz der No Angels im vergangenen Jahr in Belgrad warf zunächst Vorentscheid-Moderator Thomas Hermanns enttäuscht hin, dann verzichtete die ARD für 2009 komplett auf die nationale Qualifikation und ließ eine Jury den Kandidaten auswählen. Außerdem führten die ESC-Verantwortlichen für alle Teilnehmer wieder Länderjurys ein, die neben dem Televoting der Zuschauer zu 50 Prozent Einfluss auf die Punktevergabe haben.

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reinhard Offline

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13.05.2009 07:02
#4 RE: Eurovision Song Contests antworten

Zwieschenbericht

Deutsches Grand-Prix-Duo hoffnungsfroh
Moskau (dpa) - Das deutsche Grand-Prix-Duo Alex Swings Oscar Sings will beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) an diesem Samstag in Moskau im «ersten Drittel» landen.

«Es ist ein Wunschtraum, hier Erster zu werden», sagte Alex Christensen in Moskau der Deutschen Presse-Agentur dpa. US-Musicalsänger Oscar Loya sagte, die Konkurrenz bei dieser «Musik-Olympiade» sei «sehr stark». Am Dienstagabend findet das erste Halbfinale mit 18 Teilnehmerländern statt. Startnummer eins hatte Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel mit dem Titel «Just Get Out Of My Life» der Sängerin Andrea Demirovic für Montenegro. Deutschland ist für das Finale am 16. Mai in der Moskauer Olympia-Halle mit dem Lied «Miss Kiss Kiss Bang» schon gesetzt.

Alex und Oscar mischen sich nach eigenen Angaben «anders als die deutschen Teilnehmer der letzten Jahre» stärker unter das europäische Partyvolk, um an Popularität zu gewinnen. «Arroganz können wir uns nicht leisten. Mit den Ergebnissen der letzten Jahre muss man eher demütig und froh sein, dass man noch dabei sein darf», sagte Christensen. Als starken Konkurrenten sieht er den «charmanten Harry Potter aus Norwegen»: Alexander Rybak mit dem Titel «Fairytale».

Der «schärfste» Konkurrent sei aber der britische Musical-König Andrew Lloyd Webber. «Der kann finanziell so viel bewegen, da können wir alle nicht mithalten», sagte Christensen. Außerdem habe Sir Andrew ein gutes Verhältnis zum russischen Regierungschef Wladimir Putin. «Wenn man jemanden wie Putin hat, kann man sich ein paar Sachen einfacher machen. Und wenn Putin sagt: "Ich rufe nur für England an", ist das schon nicht so schlecht.»

Webber tritt gemeinsam mit der jungen Sängerin auf. Geld spiele immer eine Rolle, betonte Christensen. «Wir wenden unsere Guerilla-Taktik an. Mit Geld können wir nicht glänzen und versuchen das eben mit anderen Sachen.» Für Deutschland mit am Start ist die Erotik-Tänzerin Dita von Teese. Webbers Titel werde wegen der «ganz großen Hebel» wohl der einzige sein, der sich international nach dem ESC behaupten werde, meinte der Hamburger Produzent.

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reinhard Offline

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17.05.2009 09:36
#5 RE: Eurovision Song Contests antworten

Norwegen holt Grand Prix 2009

Popmärchen für Norwegen, neue Schlappe für Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC): Der norwegische «Harry Potter» Alexander Rybak (23) hat mit seinem Song «Fairytale» - zu deutsch: Märchen - das Finale des 54. ESC in Moskau mit Rekordvorsprung gewonnen.

Das deutsche Duo Alex Swings Oscar Sings! landete mit der frivolen Swing-Nummer «Miss Kiss Kiss Bang» am Samstagabend auf dem 20. Platz unter 25 Teilnehmern. Der Produzent Alex Christensen sagte im Anschluss: «Wir haben alles gegeben, mehr ging nicht. Das war eine Weltklasse-Show!» Er verfehlte damit sein Ziel, einen Platz im oberen Drittel zu ergattern. Immerhin blieb den Deutschen die Vorjahresblamage des letzten Platzes mit den No Angels erspart.

Der geigende und tanzende Sänger Rybak holte ausgerechnet am Nationalfeiertag seiner Heimat (17. Mai) den dritten Sieg für sein Land, nach 1985 und 1995. Der gebürtige Weißrusse überzeugte in der Olympia-Halle der russischen Hauptstadt die nationalen Jurys und Fernsehzuschauer mit seinem selbstkomponierten Lied «Fairytale» über seine erste Liebe. Enttäuscht zeigten sich vor allem die türkische-belgische Sängerin Hadise mit ihrem Bauchtanz-Poplied sowie die vom Musical-König Sir Andrew Lloyd Webber (61, «Phantom der Oper») am Klavier begleitete Britin Jade Ewen, die sich mit ihrer Ballade deutlich mehr versprochen hatte.

Der in München lebende US-Musicalsänger Oscar Loya nahm das schlechte Abschneiden gelassen. «Das war der Moment meines Lebens. Ich hatte Megaspaß. Es ist traumhaft, trotz unsers Abschneidens», sagte er nach der Show. Er sei stolz, für Deutschland angetreten zu sein. Alex Swings Oscar Sings absolvierten beim Grand Prix als Startnummer 17 ihren Auftritt sicher und mit viel nackter Haut. Oscar Loya steppte in einer Glitzerhose zu dem Swingdance-Lied. Mit von der Partie war US-Erotik-Tänzerin Dita von Teese, die viel nackte Haut zeigte.

Die 36-Jährige hielt aber auf Bitten der Veranstalter ihren Busen stärker bedeckt als in der ersten Probe. Mit erotischen Posen und einer Reitgerte in der Hand ritt sie auf einem Kussmund-Sofa. Bei der Show riss die Ex-Ehefrau des Rockmusikers Marilyn Manson dem drahtigen Oscar Loya das Hemd auf, der dann mit freiem Oberkörper tanzte. Alex kündigte eine Analyse des schlechten Ergebnisses an. «Ich bin selbst mein schärfster Kritiker», sagte der Hamburger Produzent, nachdem er noch im vorigen Jahr den Misserfolg der No Angels kritisiert hatte.

Überschattet wurde das auch bei vielen Schwulen und Lesben beliebte Grand-Prix-Finale vom gewaltsamen Einsatz der Moskauer Polizei gegen eine nicht genehmigte Homosexuellen-Kundgebung am Samstagnachmittag. Etwa 40 Demonstranten wurden dabei festgenommen. Rybak kritisierte vor Journalisten nach seinem Sieg das Vorgehen der russischen Polizei. «Aber wir hatten in der Halle heute die größte Schwulenparade überhaupt», sagte er angesichts der traditionell zahlreich vertretenen homosexuellen Fans bei der Show. Auch Oscar Loya, der mit einem Mann zusammenlebt, hatte das Demonstrationsverbot kritisiert.

Für Star-Flair beim diesjährigen Grand Prix sorgte neben Webber die französische Chanson-Sängerin Patricia Kaas, die allein auf der Bühne stand und einen Begeisterungssturm im Publikum auslöste. Neben den vielen Balladen reichte die musikalische Palette des Abends von kuscheligem Opernrock über Folklore- und Ethno-Pop und Hymnen bis hin zu klassischer Discomusik. Überzeugen konnte auch die erst 18 Jahre alte Yohana aus Island mit ihrer melancholischen Soulnummer, die Silber in Moskau holte. Das aserbadischanische Duo AySel & Arash setzte zu dem feurigen Song «Always» auf viel Pyrotechnik und eine Windmaschine und kam auf Rang drei.

Viele Interpreten nutzten wie Rybak Streichinstrumente für ihre Songs sowie krachende Showeffekte, viel nackte Haut und immer wieder bengalisches Feuerwerk und Nebel. In der Arena ließen die Organisatoren während der Abstimmung ein riesiges transparentes Schwimmbecken mit badenden Frauen über den Köpfen der Fans schweben. Russland hatte sich die Ausrichtung der «Musik-Olympiade» mehr als 30 Millionen Euro kosten lassen und eine olympiareife Eröffnungsshow mit viel Akrobatik geboten.

Nach Veranstalterangaben verfolgten 20 000 Fans in der Halle und 120 Millionen Zuschauer daheim vor den Fernsehern das europäische Musik-Festival. Insgesamt waren in Moskau 42 Länder an den Start gegangen, von denen aber 17 nach den beiden Halbfinalen vorzeitig die Koffer packen mussten. Georgien durfte musste wegen des gegen Russlands Regierungschef Wladimir Putin gerichteten Liedes «We Don't Wanna Put In» erst gar nicht beim Grand Prix antreten.

Qelle: dpa/Stern

Angefügte Bilder:
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